«Noch heute werden wir gefragt, ob wir wieder am Maienzug-Vorabend spielen», erinnert sich Rolf Lenzin, Künstler und pensionierter Kantonsschullehrer. Mit «wir» meint er die Band «Milde Sorte», die er 1989 zusammen mit Doris Tomasoni, Renata Friederich, Mike Zeller, seiner Schwester «Trix» Lenzin und Erich Niklaus aus der Taufe hob. Ab 1994 verstärkte Pius Schürmann die Band.
In einer Zeit, als Hip-Hop sich langsam in der Schweiz etablierte und eher Grunge und harte Gitarrenklänge den populären Musikgeschmack bestimmten, beschloss die Freundesgruppe im Freibad Schachen, dass man den Schlager wieder aus der Mottenkiste holen sollte – aber anders.
Jung, unkonventionell, mit viel Ironie und neuen Ideen machte sich die Band daran, dem Schlager ein neues Gewand zu geben. Dazu gehörte auch die gesamte Bühnenperformance mit Kleidung im Stil der 1950er, ‘60er und ‘70er Jahre. Schräg und subversiv seien sie damals gewesen, meint Rolf Lenzin. Aber vielleicht zu viel für das heimische Publikum? «Die Sängerinnen sind noch lustig, aber die Band ist scheisse», fasst Lenzin die ersten Rückmeldungen zusammen.
Doch die Band liess sich nicht beirren und erhielt 1990 ihren ersten Auftritt am neuen Maienzug-Vorabend – und sie begeisterten! In den folgenden Jahren prägte die «Milde Sorte» den Vorabend mit ihren Auftritten und erregte auch über Aaraus Grenzen hinaus Aufmerksamkeit …
Im Podcast «Geschichten aus Aarau» macht Rolf Lenzin mit Simon eine Zeitreise durch die Geschichte der Band «Milde Sorte» von den Anfängen bis zu ihrem Ende in den frühen 2000ern, begleitet von viel Musik der Band! In kuriosen Anekdoten und persönlichen Eindrücken zeichnen die beiden dabei den Wandel des Maienzug-Vorabends vom «Zapfenstreich» zum Grossevent nach.
Die Folge kann auch auf Apple Podcast abgespielt werden.

Bild: Die «Milde Sorte» 1989 im Restaurant «Jura» bei ihrem ersten Auftritt. Typisches Markenzeichen sind die aufwändigen Kostüme, die den ironisch interpretierten Schlager ergänzen.
In einer Zeit, als Hip-Hop sich langsam in der Schweiz etablierte und eher Grunge und harte Gitarrenklänge den populären Musikgeschmack bestimmten, beschloss die Freundesgruppe im Freibad Schachen, dass man den Schlager wieder aus der Mottenkiste holen sollte – aber anders.
Jung, unkonventionell, mit viel Ironie und neuen Ideen machte sich die Band daran, dem Schlager ein neues Gewand zu geben. Dazu gehörte auch die gesamte Bühnenperformance mit Kleidung im Stil der 1950er, ‘60er und ‘70er Jahre. Schräg und subversiv seien sie damals gewesen, meint Rolf Lenzin. Aber vielleicht zu viel für das heimische Publikum? «Die Sängerinnen sind noch lustig, aber die Band ist scheisse», fasst Lenzin die ersten Rückmeldungen zusammen.
Doch die Band liess sich nicht beirren und erhielt 1990 ihren ersten Auftritt am neuen Maienzug-Vorabend – und sie begeisterten! In den folgenden Jahren prägte die «Milde Sorte» den Vorabend mit ihren Auftritten und erregte auch über Aaraus Grenzen hinaus Aufmerksamkeit …

Bild: Begeisterte Zuschauer am Auftritt der «Milden Sorte» am Maienzug-Vorband 1992 in der Rathausgasse.
Im Podcast «Geschichten aus Aarau» macht Rolf Lenzin mit Simon eine Zeitreise durch die Geschichte der Band «Milde Sorte» von den Anfängen bis zu ihrem Ende in den frühen 2000ern, begleitet von viel Musik der Band! In kuriosen Anekdoten und persönlichen Eindrücken zeichnen die beiden dabei den Wandel des Maienzug-Vorabends vom «Zapfenstreich» zum Grossevent nach.
Die Folge kann auch auf Apple Podcast abgespielt werden.
Titelbild: Auftritt der Band «Milde Sorte» am Maienzug-Vorabend 1995 vor der Tuchlaube.
Über
Zeitreise
We Love Aarau macht regelmässig mit Geschichten und Anekdoten eine Reise ins vergangene Aarau.
In ihrem Podcast «Geschichten aus Aarau» tauchen die Aarauer Historiker Manuel Näf und Simon Kalberer monatlich in die Vergangenheit unserer Stadt ein. Das Ziel: Geschichte vor der eigenen Haustüre erleben. Erstausstrahlung des Podcasts jeweils am letzten Montag des Monats um 18.00 Uhr auf Radio Kanal K.



