Bühne & Literatur

Prishtina– Vrasja e paralajmëruar e një ëndrre

Kriege und Konflikte hinterlassen nicht nur Leid und Zerstörung, sondern auch «freie» Flächen für schwarze Märkte. Ausgangspunkt von «Prishtina» ist die Geschichte eines Verbrechens, das sich vor 25 Jahren im gerade befreiten Prishtina ereignete, damals von der Mission der Vereinten Nationen im Kosovo verwaltet. Als der Krieg im Juni 1999 endete, war eine Unterkunft für die Mehrheit der Menschen eines der dringendsten Probleme. Und die Verwaltung der Vereinten Nationen hatte keine schnelle Lösung. Eine «Lösung» hatten die Unterwelt und Baufirmen: über Nacht schossen Gebäude von schlechter Qualität und ohne Rücksicht auf Bauvorschriften in die Höhe. Rexhep Luci, Architekt und Leiter der Stadtplanung von Prishtina, versuchte verzweifelt, die Stadtentwicklung zu kontrollieren. Wie Dr. Stockmann in «Ein Volksfeind» von Ibsen versuchte er für die Zukunft zu denken, forderte Sicherheit und Planung. Nur zahlte er einen ungleich höheren Preis als Stockmann. Rexhep Luci wurde am 11. September 2000 von einem unbekannten Angreifer im Eingangsbereich seiner Wohnung in Prishtina ermordet. Die Folgen sind bis heute spürbar und Stadtplanung entscheidet über Lebensqualität.

Sprache: Albanisch mit Übertiteln
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Dauer: 1 Std. 10 Min.

Mit: Verona Koxha, Adrian Morina, Afrim Muçaj, Shpëtim Selmani & Kushtrim Qerimi

30.10.2026

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