Der Wandel von Totenkult und Ruhestätten in Aarau wird bereits in der Bezeichnung «Friedhof» deutlich: Der Begriff bezeichnete im Althochdeutschen nicht direkt einen Ort des «Friedens» oder der «Ruhe», sondern primär den Vorraum oder Vorhof einer Kirche. Im Laufe der Zeit wurde daraus ein begrenzter, «eingefriedeter» Raum.
Auch in Aarau wurden die Toten ursprünglich im und um die hiesigen Kirchenräume bestattet. Im Frühmittelalter bei der Kapelle in der Telli, mit dem Bau der Stadtkirche 1248 auf dem Gebiet des heutigen Kirchenplatzes in der Stadt. Entscheidend war eine letzte Ruhestätte in geweihter Erde, möglichst nahe an den Reliquien der Heiligen in der Kirche. Auch ein Beinhaus zur Aufbewahrung der sterblichen Überreste befand sich bei der Stadtkirche, um die Auferstehung beim Jüngsten Gericht zu gewährleisten.
Im 16. Jahrhundert brachten die Reformation und womöglich Pestzüge einen ersten Wandel im Bestattungswesen mit sich: Der Friedhof wurde von der Kirche weg vor die Stadttore verlegt. Auf dem Gebiet des heutigen Kasinoparks entstand ein neuer umfriedeter Platz als letzte Ruhestätte der Aarauerinnen und Aarauer.
Bevölkerungswachstum, Aaraus Aufstieg zum Kantonshauptort und städtebauliche Erweiterungspläne führten dazu, dass die Stadt 1806 im Zelgli Land für einen neuen Friedhof am damaligen Stadtrand erwarb. Im 19. Jahrhundert sorgte die gesellschaftliche Debatte um die Feuerbestattung als neue Begräbnismethode dafür, dass der Rosengarten 1912 um ein Krematorium erweitert wurde, das von einem eigenen Feuerbestattungsverein betrieben wurde.
In der neusten Folge «Geschichten aus Aarau» sprechen Manuel und Simon über die Geschichte der Aarauer Bestattungsplätze als Spiegel einer sich wandelnden Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit.
Die Folge kann auch auf Apple Podcast abgespielt werden.
Auch in Aarau wurden die Toten ursprünglich im und um die hiesigen Kirchenräume bestattet. Im Frühmittelalter bei der Kapelle in der Telli, mit dem Bau der Stadtkirche 1248 auf dem Gebiet des heutigen Kirchenplatzes in der Stadt. Entscheidend war eine letzte Ruhestätte in geweihter Erde, möglichst nahe an den Reliquien der Heiligen in der Kirche. Auch ein Beinhaus zur Aufbewahrung der sterblichen Überreste befand sich bei der Stadtkirche, um die Auferstehung beim Jüngsten Gericht zu gewährleisten.
Im 16. Jahrhundert brachten die Reformation und womöglich Pestzüge einen ersten Wandel im Bestattungswesen mit sich: Der Friedhof wurde von der Kirche weg vor die Stadttore verlegt. Auf dem Gebiet des heutigen Kasinoparks entstand ein neuer umfriedeter Platz als letzte Ruhestätte der Aarauerinnen und Aarauer.
Bevölkerungswachstum, Aaraus Aufstieg zum Kantonshauptort und städtebauliche Erweiterungspläne führten dazu, dass die Stadt 1806 im Zelgli Land für einen neuen Friedhof am damaligen Stadtrand erwarb. Im 19. Jahrhundert sorgte die gesellschaftliche Debatte um die Feuerbestattung als neue Begräbnismethode dafür, dass der Rosengarten 1912 um ein Krematorium erweitert wurde, das von einem eigenen Feuerbestattungsverein betrieben wurde.
In der neusten Folge «Geschichten aus Aarau» sprechen Manuel und Simon über die Geschichte der Aarauer Bestattungsplätze als Spiegel einer sich wandelnden Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit.
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Zeitreise
We Love Aarau macht regelmässig mit Geschichten und Anekdoten eine Reise ins vergangene Aarau.
In ihrem Podcast «Geschichten aus Aarau» tauchen die Aarauer Historiker Manuel Näf und Simon Kalberer monatlich in die Vergangenheit unserer Stadt ein. Das Ziel: Geschichte vor der eigenen Haustüre erleben. Erstausstrahlung des Podcasts jeweils am letzten Montag des Monats um 18.00 Uhr auf Radio Kanal K.



