Wie jeden Freitag seit fast einem Jahr stolpere ich um 6:30 Uhr noch ein klein wenig verschlafen und verdrückt in die Tuchlaube hinein. Kaffeemaschine anlassen, Früchte schneiden, Terrasse herrichten, Gipfeli und Zeitungen parat stellen und als letztes noch eine kurze Pause bei Kaffee und Zigarette, bevor die Gäste um 8:00 Uhr eintrudeln. Ein Freitagmorgen wie sonst auch. Die Sonne strahlt auf unser kleines, aber wunderschönes Auenstädtchen herab. Es ist der 13. März 2020.
Es ist Nachmittag, die Schicht geht zu Ende. Nun ist doch etwas anders als normal, die Pressekonferenz auf YouTube direkt aus dem Bundeshaus läuft auf meinem Smartphone ab. Noch nie habe ich dem Bundesrat gespannter zugesehen als jetzt und versucht Französisch zu verstehen. Was passiert und wie wird unser Frühling dieses Jahr aussehen? Dann die Hiobsbotschaft: keine Veranstaltungen mehr, die Clubs schliessen ihre Tore und die langersehnte Party von heute Abend, auf die ich mich so wahnsinnig gefreut habe, fällt nun ins Wasser. Eine «richtig geili Party» hätte es werden sollen, mit viel Glitzer und guter Musik mit Panini und Salami gewürzt. Versteht mich nicht falsch, die Entscheidung war wichtig und richtig, dennoch schmerzt es und ich musste mir die Tränchen ein bisschen verkneifen. Was nun? Keinen «Usgang», kein ausgetobtes Herumgetanze, keine melodischen Töne vom Turntable herunter und kein ausgelassenes Feiern in die Morgenstunden hinein. Und das alles bis auf unbestimmte Zeit.
Doch wisst ihr was? Die Kulturschaffende-, Musizierende-, DJende-Szene ist eben doch nicht ganz so versifft wie sich das gewisse Mid-50er gerne vorstellen. Sie ist eben schon ziemlich kreativ, sie entfaltet sich nicht nur im Ausdruck ihrer Tätigkeit – NEIN – es zeigt sich genau jetzt, durch all die alternativen Lösungen, die sie gefunden haben, um uns doch noch die Tage, Abende, Nächte zu versüssen und uns in ihren Bann zu ziehen. Die Livestreams poppen auf meinem Handy nur so auf, Instagram-Storys sind voll mit Bässen, Gitarren, Synthis, Triangeln und mit allem anderem was man einen Ton entlocken kann. Twitch verwandelt sich von einer Onlinegaming Plattform zur wichtigsten Disko im neuen Jahrzehnt.
Auch Aarau zeigt was es kann. Shasam beschallt uns mit allerhand elektronischen Klängen und für ihn lassen wir dafür den Honigdachs einmal im Wohnzimmer steppen. Ramso bringt den Funk direkt in die Küche und das «Social Tischdancing» kann losgehen. Auch Klamauk zaubert uns den Regenbogen per Lovestream auf den Balkon. Ein riesiges DANKE an all diejenigen, die unsere Zeit im Moment erträglicher und spassiger machen. Sie vergessen uns in dieser schweren Zeit nicht. Helft mit, so dass all die Kulturschaffenden auf, hinter, neben und unter der Bühne nicht vergessen werden.
Und denkt daran, wir werden uns schon bald wieder auf der richtigen Tanzfläche sehen. Bis dahin tanzen wir halt im Pyjama mit unseren WG-Gspöhnli, Gspusis, Haustieren, oder Zimmerpflanzen um die Wette. Stay tuned, stay safe!
Es ist Nachmittag, die Schicht geht zu Ende. Nun ist doch etwas anders als normal, die Pressekonferenz auf YouTube direkt aus dem Bundeshaus läuft auf meinem Smartphone ab. Noch nie habe ich dem Bundesrat gespannter zugesehen als jetzt und versucht Französisch zu verstehen. Was passiert und wie wird unser Frühling dieses Jahr aussehen? Dann die Hiobsbotschaft: keine Veranstaltungen mehr, die Clubs schliessen ihre Tore und die langersehnte Party von heute Abend, auf die ich mich so wahnsinnig gefreut habe, fällt nun ins Wasser. Eine «richtig geili Party» hätte es werden sollen, mit viel Glitzer und guter Musik mit Panini und Salami gewürzt. Versteht mich nicht falsch, die Entscheidung war wichtig und richtig, dennoch schmerzt es und ich musste mir die Tränchen ein bisschen verkneifen. Was nun? Keinen «Usgang», kein ausgetobtes Herumgetanze, keine melodischen Töne vom Turntable herunter und kein ausgelassenes Feiern in die Morgenstunden hinein. Und das alles bis auf unbestimmte Zeit.
Doch wisst ihr was? Die Kulturschaffende-, Musizierende-, DJende-Szene ist eben doch nicht ganz so versifft wie sich das gewisse Mid-50er gerne vorstellen. Sie ist eben schon ziemlich kreativ, sie entfaltet sich nicht nur im Ausdruck ihrer Tätigkeit – NEIN – es zeigt sich genau jetzt, durch all die alternativen Lösungen, die sie gefunden haben, um uns doch noch die Tage, Abende, Nächte zu versüssen und uns in ihren Bann zu ziehen. Die Livestreams poppen auf meinem Handy nur so auf, Instagram-Storys sind voll mit Bässen, Gitarren, Synthis, Triangeln und mit allem anderem was man einen Ton entlocken kann. Twitch verwandelt sich von einer Onlinegaming Plattform zur wichtigsten Disko im neuen Jahrzehnt.
Auch Aarau zeigt was es kann. Shasam beschallt uns mit allerhand elektronischen Klängen und für ihn lassen wir dafür den Honigdachs einmal im Wohnzimmer steppen. Ramso bringt den Funk direkt in die Küche und das «Social Tischdancing» kann losgehen. Auch Klamauk zaubert uns den Regenbogen per Lovestream auf den Balkon. Ein riesiges DANKE an all diejenigen, die unsere Zeit im Moment erträglicher und spassiger machen. Sie vergessen uns in dieser schweren Zeit nicht. Helft mit, so dass all die Kulturschaffenden auf, hinter, neben und unter der Bühne nicht vergessen werden.
Und denkt daran, wir werden uns schon bald wieder auf der richtigen Tanzfläche sehen. Bis dahin tanzen wir halt im Pyjama mit unseren WG-Gspöhnli, Gspusis, Haustieren, oder Zimmerpflanzen um die Wette. Stay tuned, stay safe!



